Freie Deutsche Jugend erneut in Lobeda - Demonstration am 4. Juli

Wir als Freie Deutsche Jugend waren am 16. Mai erneut in Jena im Einsatz.
Neben der allgemeinen Verschönerung der Stadt und dem Sichtbarmachen der politischen
Jugend, Musik auf der Straße und in Straßenbahnen, hatten wir uns auch für eine Spon-
tandemonstration in Lobeda entschieden.
Wenn Arbeiter in Massen in Kurzarbeit geschickt werden, während ihre Ausbeuter vom
Staat Milliarden erhalten, wenn der 8 Stundentag abgeschafft wird, um z. B. im kaputtges-
parten Gesundheitssystem die überarbeiteten Pfleger noch weiter zu knechten, damit sie
den Laden noch irgendwie am Laufen halten und der Jugend vom Staat auch noch der
letzte Rest Bildung vorenthalten wird, ist es nicht nur wichtig, sondern notwendig, dass die
Arbeiter und Jugend genau jetzt den Kampf aufnehmen. Deshalb zogen wir
laut und sichtbar zwischen den Häusern hindurch, sangen Lieder der Arbeiterklasse und
riefen die Anwohner dazu auf, wenn schon nicht jetzt uns auf die Straße zu folgen, sich
uns am 04. Juli auf dem Holzmarkt zur Demonstration anzuschließen.
Eine Folge unserer Demonstration erlebten wir dann später am Tag: offenbar hatte ein
feiger Anwohner statt die Konfrontation, oder wenigstens die Diskussion zu suchen, uns
lieber bei der Staatsgewalt diffamiert, die sich nun berufen fühlte, wegen der Nichtanmel-
dung der Demonstration zu ermitteln.
Davon werden wir uns allerdings nicht einschüchtern lassen - wir kommen wieder!

Und rufen deswegen auf:

KOMMT AM SAMSTAG, den 04. Juli, 13 Uhr zum Holzmarkt!
Schließt Euch mit uns zusammen für Revolution und Sozialismus – 30 Jahre sind genug!
Unsere Köpfe gehören uns und der Arbeiterklasse! Und nicht der Bourgeoisie!
Ihr versagt uns seit Wochen die Schule. Vereinzelt und alleine vor einem Computer sollen wir “lernen”. Lernen
für die Menschheit tun wir so nichts. Das Gehorchen sollen wir lernen. Der Stahlhelm passt dann besser.
Unsere Eltern schickt ihr derzeit in Kurzarbeit. Oder direkt in die Erwerbslosigkeit. Und demnächst, wenn der
Kapitalist es braucht, in den 12 Stunden Tag, an jedem Tag der Woche.
Da wissen wir schon besseres, mit unseren Köpfen und unserem Leben anzufangen: Lernen für den Aufbau, lernen für das Leben, und lernen für die Bedürfnisse der Menschheit – mit der Bourgeoisie wird das ganz sicher nichts.

Revolution und Sozialismus!

Gesichtet auf den Straßen und Plätzen in Rostock, Jena, Zwickau, Weimar und Berlin

Gesichtet in Regensburg:

Zwickau: 30 Jahre sind genug! Revolution und Sozialismus!

FDJ nimmt kurzzeitig Zwickauer Rathaus ein

Am Samstag nachmittag, den 7 März, als etwa 100 Teilnehmer der “Demonstration gegen
Faschismus und Krieg” auf den Zwickauer Hauptmarkt einlaufen, ist das Rathaus bereits
in der Hand der FDJ. Zwei junge Frauen in Blauhemd und Fahne der FDJ sprechen vom
Balkon aus zu den Demonstrierenden (siehe Foto). In diesen Zeiten, in denen die Faschis-
ten wieder in den Parlamenten säßen, im Staatsapparat vom kleinen Polizisten, über Rich-
ter bis zu den Geheimdiensten tief verankert seien, könne es nicht dabei bleiben, Gebäu-
de wie diese in Frieden zu lassen. Auch einen der großen Fahnenmasten vor dem Rat-
haus ließ die FDJ nicht unberührt. Ein gut fünf Meter langes blaues Banner mit FDJ-Zei-
chen wehte (siehe Foto), wie sicherlich seit über 30 Jahren nicht mehr.
Bereits seit Freitag früh waren die Aktivisten mit der Kampagne “30 Jahre sind genug!
Revolution und Sozialismus!” an verschiedensten Stationen in Zwickau zu sehen. Kattrin
Kammrad, Vorsitzende der FDJ, berichtet, dass man fast den gesamten Freitag vormittag
vor und im Beruflichen Schulzentrum August Horch, ein Nazi, von den Faschisten noch
zum Ehrenbürger der Stadt ernannt, wie ein Redner vor der Schule meinte, verbrachte.
Die künstlerischen Mittel, der auf dem Dach liegende Trabi mit Hyäne auf dem Unterboden
und einer auf der Motorhaube hängenden Deutschlandfahne, in deren Mitte das Bild Mar-
tin Luthers hing, ein in einem Bananen-Kostüm steckender Faschist Björn Höcke und ein
Soldat der Bundeswehr seien nicht ohne Wirkung geblieben. Nahezu das gesamte Schul-
haus verbrachte die erste große Pause auf der Straße, um das Geschehen zu beobach-
ten. “Die Reaktionen gingen in alle Richtungen”, so Kammrad: Eine aufgebrachte Gruppe
an Schülern, die “Ost, Ost, Ostdeutschland” skandierten, aber ruhig wurden, als gegens-
kandiert wurde: “Was ist unsere Antwort auf Krieg und Faschismus? Revolution und Sozia-
lismus!”, ein diskutierfreudiger Schuldirektor, der partout nicht erkennen konnte, wo der
Plan liege, den Sozialismus wieder aufzubauen und den Schülern, die die Hyäne auf dem
Trabi scheußlich fanden, weil man ihn viel besser noch hätte tunen können.
Etwas später hieß es dann, dass auch FDJ ́ler im VW Bildungsinstitut aufgetaucht seien.
Gar eine Quetsche und Fahnen seien mitten in einer der großen Lehrwerkstätten zum
Einsatz gekommen. Schon am Freitag nachmittag demonstrierte der Zug bereits durch die
Zwickauer Innenstadt, die ihn teils freudig, teils verwundert aufnahm. “Dass es die FDJ
noch gibt, hätten wir nicht geglaubt” ist nicht nur einmal zu hören.
Ein Polizist, der mit den Aktivisten vom Balkon sprach, meinte denn noch, dass das auch
im Sozialismus nicht erlaubt sei.

Flugblatt Zwickau: Du hast die Wahl: Die oder Wir Gegen Faschismus und Krieg!

Demonstration gegen Faschismus und Krieg

7. März 2020 / Zwickau
Auftakt 14:00 Uhr: Mahnmal gegen den Faschismus am Schwanenteich
Abschluss-Kundgebung 15:30 Uhr: Hauptmarkt

 

Schul-Flugblatt Eisenhüttenstadt:

Schul-Flugblatt Jena:

Schul-Flugblatt Jena:

Gesichtet in Jena:

„Aus dem Kessel von Herrnburg gingen alle anders weg, als sie gekommen waren.“

Mit Erstaunen haben wir im diesjährigen Programm des Brechtfestivals Augsburg (https://www.facebook.com/brechtfestival/) zur Kenntnis genommen, dass der von Bertolt Brecht und Paul Dessau der Freien Deutschen Jugend gewidmete "Herrnburger Bericht" als "Premiere eigens für das Brechtfestival" vorgestellt wird. Als FDJ freuen wir uns natürlich, dieses Stück wieder auf einer westdeutschen Bühne sehen zu dürfen. Aber es ist eben doch ein "wieder", denn ihre beschriebene "kulturpolitische Absage" scheint ein Irrtum. Bereits 1983 führte die in Westdeutschland verbotene FDJ den "Herrnburger Bericht" gemeinsam mit Hanne Hiob (die die Rezitation der Texte übernahm) auf.
Auch aus dem zweijährigen Kampf um die Aufführung des „Herrnburger Bericht“ 1981-1983 mit allen Schikanen und Repressalien gegen die Aufführenden gingen „alle anders weg, als sie gekommen waren“. So kam es, daß von einem Brecht-Stück über die FDJ, aufgeführt in dem Staat, der diesen bis dahin gesamtdeutschen demokratisch-revolutionären Jugendverband 1951 verfassungswidrig verbot und seine Mitglieder mit allen „rechtsstaatlichen“ Mitteln verfolgte und ins Gefängnis steckte, ein weit über das Kunstwerk hinausreichender Impuls ausging: der Wiederaufbau der FDJ in zwei Ländern, in der annektierten DDR und gleichzeitig in der BRD, wo sie bis heute den Kampf gegen Annexion und Krieg in den Reihen der Jugend organisiert:
30Jahre sind genug! Revolution und Sozialismus!

Erfurt #nichtmituns

Auch wir waren in Erfurt.

Wer den sog. Dammbruch der FDP und CDU verstehen will, der muss anfangen den Kapitalismus zu verstehen.

Das war kein Unfall. Es ist eine Zwangsläufigkeit des Systems.

Das was viele erst jetzt wahrnehmen wollen, ist nicht einmal der Anfang.

Wer die Warnungen vor dem Faschismus ernst nimmt, der muss anfangen den Kapitalismus zu bekämpfen.

30 Jahre sind genug! Die Weg aus der Misere heißt Revolution & Sozialismus!

 

Gesichtet in Zwickau:

Schul-Flugblatt Halle:

Gesichtet in Bonn:

Liebknecht-Luxemburg-Demonstration in Berlin

30 Jahre sind genug! Revolution und Sozialismus!
All den Dreckkübeln, die gerade jetzt über die DDR ausgeschüttet werden, halten wir diese Losung entgegen!
Seit der Annexion der DDR als Organisation der revolutionären Jugend der BRD und der annektierten DDR.
Seit 30 Jahren schreibt der deutsche Kapitalismus mit seinem neu eroberten Großdeutschland eine Liste der Barbarei und der Zerstörung und es geht täglich weiter ! Überfall auf Jugoslawien, Bundeswehr in Afghanistan, Afrika, …
Die Armee in den Schulen und Universitäten, der Staat umgebaut hin zu einem riesigen zentralisierten Gewaltenapparat, Verschärfung der Ausbeutung mit Leiharbeit und Werkverträgen, Verstümmlung der Ausbildung, Deindustrialisierung, …
Der dritte „Verhandlungspartner“ - die DDR, im Kampf um bessere Lebensbedingungen, sitzt nicht mehr am Tisch.
Doch die FDJ, ist noch da und wer uns tot glaubte, dem sei gesagt, dass wir leben – und kämpfen!

 

Gesichtet in Dresden:

Gesichtet in Jena:

Gesichtet in Zwickau:

Gesichtet in Rostock:

Schulflugblatt Rostock

„Die Ostsee muss ein Meer des Friedens sein“

Unter diesem Motto führte die DDR seit 1958 jährliche Festwochen mit Vertretern der Ostseeanrainer in Rostock durch. Mit Kultur- und Sportveranstaltungen, politischen Treffen von Jugendlichen, Gewerkschaften und Parteien und vielem mehr. Ziel war die Sicherung des Friedens und die Verbesserung der Beziehungen, vor allem zu den nordischen Ländern. Die DDR – stand Zeit ihres Bestehens – für eine Konsequente Friedenspolitik.
2020 – im 30. Jahr der Annexion der DDR – kann von einem Meer des Friedens nicht die Rede sein!

 

Schul-Flugblatt Eisenhüttenstadt:

Der Versuch des Sozialismus in der DDR war nicht perfekt. Und trotzdem gab es mit Fabriken in Arbeiterhand keine Erwerbslosigkeit, von ihrem Boden ging kein Krieg aus, es gab Rente, Bildung und Gesundheitsversorgung. Wenn heute Hunderttausende auf die Straße fliegen, viele Azubis nicht mehr übernommen werden und der nächste Krieg vor der Tür steht, dann ist doch der volkseigene Betrieb der bessere Garant für die Zukunft.
Dann ist doch der Staat der Werktätigen der bessere Garant für Frieden, Wohlstand und die Anwendung des Wissens für die Zukunft der Menschheit. Auch zu Weihnachten 
kriegst du das nicht geschenkt. Bevor die Welt in Hunger und Krieg kollabiert: 30 Jahre Annexion der DDR sind genug!

 

Hier das erste Schul-Flugblatt für Zwickau:

Für die Station der Kampagne in Zwickau (6./ 7. März 2020) ist noch viel zu tun.  Melde dich und mach mit!

Schul-Flugblatt Jena:

Wir sagen:
- Nur der Profit zerstört unsere Zukunft
- Der Unterricht muss völlig umgestellt werden:
Hinter der Automatisierung stecken die
Naturwissenschaften, die Informatik und das
Verständnis der Produktion
Du auch?

Sinn macht das nicht - Sinn macht, damit Schluss
zu machen und wieder dafür zu sorgen, dass die Fabriken, die Schulen und Universitäten dazu verwendet werden, dass für die Bedürfnisse der Menschheit produziert und gelernt wird.

Für die Station der Kampagne in Jena (3./4. Juli 2020) ist noch viel zu tun. Mach mit!

Gesichtet in Regensburg, 19.11.19

FDJ übernimmt kurzzeitig Podiumsdiskussion mit Theo Waigel an der Uni Regensburg